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Ein Tag im Leben eines Hufschmieds...

  • 6.30    aufstehen, Bad, anziehen
  • 6.45    Semmeln holen
  • 7.00    Pferde ausmisten (die eigenen, 3 Stück) 
  • 7.15    Frühstücken und Zeitung lesen
  • 7.45    Abfahrt zur ersten Kundschaft  
  •  9.00    1. Stall 3x beschlagen 2x ausschneiden
  • 12.30    Fahrt zum nächsten Stall, kurze Brotzeit 
  • 13.15    Nächster Stall, ein Pferd beschlagen
  • 14.00  Weiterfahrt      
  • 14.30    Stall 3 für diesen Tag  -  hier 2 Stuten +  2 Fohlen ausschneiden, 2 Pferde beschlagen (orthopädisch aufwendig)
  • 17.30  Abfahrt/Weiterfahrt     
  • 18.30    Stall 4  -  hier 2 Pferde beschlagen
  • 20.00  Heimfahrt      
  • 20.30  "Endlich zu Hause" 

    Ich werde stürmisch von meinem Hund und meinen beiden Kindern begrüßt und meine Frau freut sich auch, wenn ich nach einem anstrengenden und manchmal auch gefährlichen Arbeitstag wieder gesund nach Hause komme.
     
    Zwischendurch muß noch Zeit sein für Telefonate mit Pferdebesitzern und Tierärzten. So mancher Notfall ist dann auch noch hier und da einzuplanen, Termine zu verschieben, usw.
    Manche Tage sind mit noch wesentlich mehr Fahrzeiten versehen, an anderen Tagen bin ich nur an einem einzigen großen Stall und es werden dort (fast) alle Pferde beschlagen oder ausgeschnitten.
    Dann gibt es immer wieder Spezialbeschläge, bei welchen es vorher unbedingt notwendig ist mit dem behandelnden Tierarzt zu sprechen, Röntgenaufnahmen anzusehen und dann vor Ort anhand des Gangbildes des Pferdes zu entscheiden wie die Hufe bearbeitet werden und was für Eisen (wenn notwendig) verwendet werden sollen.
     
    Mein größtes Bemühen ist es jeden Tag aufs Neue den Pferden (und Besitzern) zu helfen ein möglichst sorgenfreies Dasein genießen zu können. Dafür arbeite ich fünf bis sechs Tage in der Woche von früh bis spät. Manchesmal ist es etwas frustrierend, wenn die Pferdemenschen sich nicht einmal darum kümmern, was an den Hufen ihrer geliebten (?) Rösser gemacht wird. Es wird sich so oft blindlinks darauf verlassen, dass der, der da Schmied genannt wird, das schon richtig machen wird...
    Ungeachtet dessen, wie viel Verantwortung da in meinen Händen liegt  -  ich mache diesen Beruf gerne, weil ich weiß, wenn ich all mein Wissen und meine Erfahrungen einbringe, dann kann ich den Pferden helfen. Denn: "Ohne Huf kein Pferd!"

Ein Schmied



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