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Empfänglich für diese Viruserkrankungen sind ausschließlich Kaninchen und Hasen. Andere Tiere und der Mensch sind nicht gefährdet. Erreger der Myxomatose ist ein Pocken-Virus, das erstmals vor über 100 Jahren in Südamerika auftrat. Mittlerweile hat sich diese Erkrankung auch über ganz Europa ausgebreitet. Überträger sind Insekten wie Gelsen und Flöhe, die das Virus bis zu 3 Monate weiterverbreiten können. Direkter Kontakt mit erkrankten Tieren oder auch die indirekte Übertragung durch den Menschen, Grünfutter und Käfige ist möglich. Aus diesem Grund können selbst alleine gehaltene Wohnungstiere an der Myxomatose erkranken. Die RHD (Rabbit Hemorrhagic Disease) wird in China erst seit dem Jahre 1984 beobachtet ist mittlerweile allerdings weltweit verbreitet. Erreger ist ein Calicivirus, das bei 4°C bis zu 225 Tage ansteckungsfähig ist. Um eine Infektion in Gang zu bringen sind nur wenige Viruspartikel nötig. Die Ansteckung erfolgt durch direkten Kontakt mit erkrankten Tieren, aber auch indirekt über Futter, Wasser, Einstreu, Käfige, Parasiten, Wildvögel und den Tierbesitzer.
Eine Medizin gegen diese beiden Viruserkrankungen gibt es nicht. Insofern bleibt in den allermeisten Fällen lediglich die Euthanasie.
Eine Schutzimpfung ist wegen der Schwere der Erkrankungen in jedem Fall anzuraten. Die erste Impfung kann bereits in der 8. Lebenswoche erfolgen und mit anderen Kaninchen-Impfungen kombiniert werden. Auffrischungsimpfungen gegen die Myxomatose sind halbjährlich nötig während die Impfung gegen RHD nur einmal pro Jahr erneuert werden muß. |